Webinar
Seminarreihe

Wenn die Beziehung mit konsumierenden Personen krank macht – Co-Abhängigkeit verstehen, erkennen und gezielt behandeln – WEBINAR

Datum

14.12.2027

Uhrzeit

16:00 - 20:00 Uhr

Teilnahme

Online

Dauer

5 Einheiten

Fortbildungspunkte

5

Kosten

Euro 160,00 (für Mitglieder Euro 115,00)

Inhalt

Eine Co-Abhängigkeit kann sich nur entwickeln, wenn mindestens zwei Personen beteiligt sind. Eine Person entwickelt eine stoff- oder stoffungebundene Abhängigkeit und die zweite Person möchte helfen, beschützen oder sogar retten. Meistens kommt die helfende Person aus dem unmittelbaren Umfeld, wie Partner:innen oder Familienmitglieder. Aber auch im beruflichen Umfeld und im therapeutischen Kontext kann sich eine Co-Abhängigkeit entwickeln.

Das Co-Abhängige Beziehungsmuster entwickelt sich schleichend, ist oft nicht wahrnehmbar und nur selten eine bewusste Entscheidung bei den Betroffenen. Es hat sich gezeigt, dass die Basis für Co-Abhängigkeit bereits in der Kindheit entstehen kann und sich in weiteren Beziehungen fortführt.

Grundsätzlich lassen sich bei der Co-Abhängigkeit drei Phasen identifizieren. Bei einem genauen Blick zeigt sich aber, dass es weitaus mehr als die Beschützerphase, die Kontrollphase und die Anklagephase gibt. Die Co-Abhängigkeit stellt einen unbewussten Prozess dar, der sich parallel zur Abhängigkeitserkrankung der Partner:innen, Familienmitglieder, Arbeitskolleg:innen oder Klient:innen entwickelt.

Wenn sich eine Co-Abhängigkeit entwickelt, führt dies dazu, dass sich Betroffene selbst vergessen, in eine Fürsorge flüchten, die eigenen Bedürfnisse und Emotionen unterdrücken, weil sich das gesamte Leben nach den abhängigen Personen auszurichten beginnt. Das Motto lautet dann oftmals: „Mir geht es gut, wenn es dir gut geht“. Die Substanz oder das Verhalten der abhängigen Person nimmt immer mehr das Leben der Co-Abhängigen ein, was zu Erschöpfungszuständen und psychischen Erkrankungen führen kann.

Ziel:
Co-abhängiges Verhalten erkennen und Betroffenen helfen. Mit dem Webinar werden nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt, sondern mit Hilfe von Praxisbeispielen sollen die Inhalte auch anschaulich gemacht werden.

Das Webinar ist Teil der Webinarreihe: Das kleine Potpourri der Suchttherapie, die Module der Webinarreihe können sowohl einzeln, als auch als Reihe gesamt gebucht werden.

Schlüsselwörter:
Co-Abhängigkeit, Beschützerphase, Kontrollphase, Anklagephase

5 Fortbildungspunkte

Fortbildungseinheiten für Psycholog:innen (ÖAP/BÖP) und Psychotherapeut:innen (ÖBVP)

Veranstaltungsnummer 4880
Referent:in
Melanie Schubert-Hager, BA. MA. MSc. MSc.

– seit 8 Jahren Tätigkeit im Anton Proksch Institut in der Rehabilitation Husarentempel nach dem Prinzip der Therapeutischen Gemeinschaft mit abhängigen Patient:innen
– Arbeitet in freier Praxis mit abhängigen und traumatisierten Patient:innen
– Grundausbildungen: Diplom Gesundheits- und Krankenpfleger, Bildungswissenschaft (Sozialpädagogik) Universität Wien, Suchtberatung und Prävention FH Sankt Pölten
– Psychotherapeutin (Integrative Therapie)
– Zusatzqualifikationen: PITT-Ausbildung bei Louise Reddemann, OPD3-Zertifikat, Traumaausbildung ZAP (laufend), Gutachterinnenausbildung (laufend)
– Vortragstätigkeiten

Referent:in
Referent:in
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